Histoire et tradition du Calendrier de l'Avent

Geschichte und Tradition des Adventskalenders

Die Geschichte und Tradition des Adventskalenders sind tief in der christlichen Kultur verwurzelt und haben sich über die Jahrhunderte zu einem beliebten Ritual in der Zeit vor Weihnachten entwickelt.

Entstehung des Adventskalender-Konzepts

Die ersten Formen des Adventskalenders reichen bis ins 19. Jahrhundert in Deutschland zurück. Protestantische Familien markierten die Tage vor Weihnachten mit Kreidestrichen an Türen oder Wänden, zündeten jeden Tag eine Kerze an oder hingen fromme Bilder auf.

Der erste gedruckte Adventskalender erschien Anfang des 20. Jahrhunderts und wurde von einem deutschen Verleger namens Gerhard Lang herausgegeben. Inspiriert von einer Kindheitserinnerung, bei der seine Mutter ihm einen Pappkalender mit täglich zu öffnenden Fenstern gebastelt hatte, schuf Lang einen Kalender mit kleinen Türchen zum Öffnen, hinter denen Bilder oder Bibelverse zum Vorschein kamen.

Einführung von Schokolade und Geschenken: eine kommerzielle Innovation

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen Adventskalender, kleine Süßigkeiten oder Geschenke hinter jedem Türchen zu enthalten. Diese Entwicklung trug zu ihrer wachsenden Beliebtheit bei Kindern und Familien bei.

Die 1940er und 1950er Jahre waren eine Zeit der Wiederentdeckung familiärer und kultureller Traditionen. Das Weihnachtsfest spielte eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Familienbande und der Rückkehr zu einer gewissen Normalität. Adventskalender, die schon vor dem Krieg beliebt waren, erlebten eine Wiederbelebung. Verleger und Hersteller versuchten, Vorkriegstraditionen wiederzubeleben und Neuheiten einzuführen, um Familien anzusprechen.

Die Einführung von Schokolade in Adventskalendern wird oft Richard Sellmer zugeschrieben, einem deutschen Verleger, der nach dem Krieg eine Schlüsselrolle bei der Popularisierung von Adventskalendern spielte. 1946 belebte Sellmer die Produktion von Adventskalendern mit Bildern und hinter den Türchen versteckten Süßigkeiten neu.

Kalender mit Schokolade wurden äußerst beliebt. Die Kombination aus der Adventstradition und der Süße der Schokolade machte den Adventskalender zu einem begehrten Produkt in europäischen Haushalten.

Übernahme durch große Marken und Diversifizierung der Inhalte

Im Laufe der Zeit entwickelten sich Adventskalender weiter. In den 1960er- und 1970er-Jahren begannen Hersteller, kleine Geschenke, Spielzeuge und andere Überraschungen in die Kalender aufzunehmen. Dies ermöglichte eine noch größere Produktvielfalt und sprach einen breiteren Kundenkreis an.

Viele große Marken, insbesondere aus den Bereichen Spielzeug und Süßwaren, erkannten das Marketingpotenzial von Adventskalendern. Sie begannen, thematische Adventskalender mit Produkten aus ihrem Sortiment zu produzieren, wie etwa LEGO-Kalender oder Kalender bekannter Schokoladenmarken.

Der Madeleine-Adventskalender der Biscuiterie Jeannette

Der 2018 eingeführte Adventskalender der Biscuiterie Jeannette markierte einen innovativen Schritt in der Entwicklung dieser Tradition. Bekannt für ihren jahrhundertealten Ruf bei der Herstellung köstlicher Madeleines, führte die Biscuiterie Jeannette ein einzigartiges Konzept ein, indem sie einen mit leckeren Madeleines gefüllten Kalender anbot. Diese Initiative begeisterte nicht nur Madeleine-Liebhaber, sondern erfand auch das traditionelle Adventskalender-Konzept neu, indem sie ein Symbolprodukt der französischen Konditorei integrierte.

Der Jeannette-Adventskalender ist zu einer Feier handwerklicher Qualität und gastronomischen Know-hows geworden.

2022 entschied sich die Biscuiterie Jeannette, erstmals zwei Adventskalender-Modelle anzubieten. Ergänzend zum klassischen Adventskalender wurde ein speziell für Kinder konzipiertes Modell eingeführt, das großen Erfolg hatte.

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